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Presseaussendung:

Europäische Familienverbände fordern in der Elternbildung Unterstützung der EU.

Wien, 24. Oktober 2005. Der Katholischen Familienverbände in Europa regen EU-Debatte über Auswirkungen von Handy & Co auf Eltern und Erzieher an. Präsident Johannes Fenz mahnt nach aktueller Eltern-Umfrage in Österreich klare Richtlinien zur Elternbildung und einen Maßnahmenplan in der Medienpädagogik ein, der Jugendliche kompetenter und weniger manipulierbar macht.

"Die Tatsache, dass mehr als zwei Drittel der Eltern das Handy als Schuldenfalle bereits mehr fürchten als das Auto, zeigt die Unsicherheit der Eltern im Umgang mit Handy & Co in der Familie auf", kommentiert der Präsident der Föderation der Katholischen Familienverbände in Europa (FAFCE), Johannes Fenz, die aktuelle Umfrage unter Eltern in Österreich. Die Föderation sieht damit die Stimmung unter ihren Mitgliedsfamilien bestätigt: Die Schuldenfalle Handy, die Gesundheitsgefahr durch Handystrahlung und die leidende Kommunikation in Schule und Familie durch Handy & Co verunsichern die Eltern massiv.

Eltern deshalb in ihren Erziehungsaufgaben stärken und Jugendliche im verantwortungsvollen Umgang mit Medien begleiten - das sind daher die zentralen Forderungen der FAFCE. Die FAFCE wird am 26. Oktober im Rahmen der parlamentarischen Arbeitsgruppe "Familie und Schutz des Kinder" im EU-Parlament in Strassburg Mittel für Elternbildungsinitiativen im Umgang mit Neuen Medien wie Handy, Computer und Internet fordern. Fenz: "In der immer komplexer werdenden Medienwelt ist Jugendschutz oft nur noch als Selbstschutz durch medial kompetente und gebildete Jugendliche möglich. Daher müssen die Initiativen der Europäischen Union darauf abzielen." Als Sofortmaßnahme begrüßt Fenz laut Umfrage den Wunsch der Eltern, eine Rennaissance des Festnetzes einzuleiten: "Das Festnetz ist eine kostengünstige und zweckmäßige Alternative zum Handy, mit dem Kinder das richtige Telefonier- und Kostenverhalten frühzeitig lernen können."

Klare EU-Richtlinien für die Elternbildung
Fenz mahnt ein, dass die Politik in Österreich im Rahmen der EU-Präsidentschaft im kommenden Jahr sowie die EU über verstärkte Konsumentenrechte für Vertragsrücktritte sowie Werbeeinschränkungen im Umfeld von Kindern beraten sollten. Der Familienverband fordert weiters eine jährliche statistische Datenerhebung über den Kostenanteil der Neuen Medien am Haushaltsbudget. Die Kritik richtet sich auch an die Mobilfunkbetreiber: "Im Bereich der Grund- und Verbindungsentgelte müssen die Betreiber aufgrund der fehlenden Übersichtlichkeit und Vergleichbarkeit durch eine gesetzliche Verpflichtung zur Kostentransparenz und Aufklärung angehalten werden", um der Schuldenfalle Handy mit aller Macht entgegenzutreten.



 

 

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