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Laienkongress im Rahmen des Mitteleuropäischen KatholikentagesIm Vorfeld der großen Schlussveranstaltung des Mitteleuropäischen Katholikentages (MEKT) in Mariazell/Österreich luden österreichische Laienorganisationen und ihre Partner in den Veranstaltungsländern des MEKT zu einem Laienkongress vom 20.bis 21. 5.2004 in Wien ein. Der MEKT als Veranstaltungsreiche verschiedener Symposien in den Ländern Österreich, Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik und Ungarn beschäftigte sich mit gesellschaftlich brisanten Themen wie der Lebensethik, der Mitwirkung der Kirche in Gesellschaft und Wirtschaft oder der demographischen Entwicklung Europas. Es war die Absicht der Veranstalter des Laienkongresses, bei dem 250 Christinnen und Christen aus Mitteleuropa teilnahmen, die Themen der Symposien noch einmal aufzugreifen. Dies wurde in verschieden Workshops umgesetzt. Prominente Festredner gaben wichtige inhaltliche Impulse zum Tagungsthema
"Christen auf dem Bauplatz Europa". Der Präsident der Kommission
der Bischofkonferenzen des EU-Raumes (ComECE), Bischof Josef Homeyer,
verlangte , dass die Christen ihrer Verantwortung für die Zukunft
Europas gerecht werden und zentrale Herausforderungen wie Geburtenrückgang,
Einwanderung, stagnierendes Wirtschaftswachstum oder Dialog mit dem Islam
mitgestalten. Wörtlich meinte Bischof Homeyer: "Wir sollten
uns nicht scheuen, uns öffentlich, politisch einzumischen".
Bischof Josef Clemens, Sekretär des Päpstlichen Laien-Rates, unterstrich die Bedeutung des Kongresses als wichtigen Impuls für das Laienapostolat in Ost- und Westeuropa. Er sieht als Gegeninitiative zum Indifferentismus, des Säkularismus und des Atheismus die Erneuerung der christlichen Substanz der Gemeinden. Dazu gehöre, die Ehrfurcht vor dem unantastbaren Recht auf Leben zu wecken, das Recht auf die Gewissens- und Religionsfreiheit durchzusetzen, die Familie als ersten Raum für das soziale Engagement zu stärken und christliche Überzeugungen in Politik und Wirtschaft einzubringen. Nach dem Referat kam es zu einer Begegnung mit dem Generalsekretär der FAFCE, Thomas Kloiber und Bischof Clemens. Clemens würdigte gegenüber Kloiber das Engagement der FAFCE, versicherte die Tätigkeiten der Föderation zu registrieren und wünschte Gottes Segen für die weitere Arbeit. Der Vorsitzende des Zentralkomitees der deutschen Katholiken. Hans Joachim Meyer, nannte beim Kongress drei wesentliche Anliegen, die die Christen bei der Gestaltung Europas einbringen müssten: Menschenwürde, Schutz und Förderung der Familie sowie soziale Gerechtigkeit. Zur Bedeutung der Familie als zentrale gesellschaftliche Größe meinte Meyer, eine Gesellschaft , die die Familien "sich selbst überlässt, ist eine sterbende Gesellschaft". Familie sei keine Privatangelegenheit. Ihre Förderung könne nicht als "Bestrafung der Kinderlosen" gewertet werden. Am Rande der Tagung appelierte der VP-Europaparlamentarier Othmar Karas, die EU zum "Projekt der Bürger Europas" und "wieder zum Projekt der Christen" zu machen. Othmar Karas, der die österreichische Präsidentschaft in der FAFCE tatkräftig unterstützt, betonte, dass das Europa der Zukunft ein neues Miteinander brauche. Christen können dafür einen ganz wichtigen Beitrag leisten. Der Workshop "Wie werden wir morgen leben - Strategien angesichts der Demographischen Entwicklung in Europa" wurde von FAFCE-GS Kloiber gleitet. Die Präsidentin des steirischen Familienverbandes, Frau Sissi Potzinger, hielt das Eingangsreferat. |
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