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Stellungnahme der Föderation der Katholischen Familienverbände in Europa (FAFCE) zu den Entwürfen der politischen Texte, die zur 7. Europäischen Ministerkonferenz über Massenmedien-Politk eingereicht wurden.

Die Föderation der Katholischen Familienverbände in Europa begrüßt die Initiative des Steuerungskomitees für Massenmedien, die Nicht-Regierungsorganisationen im Europarat zu einer Stellungnahme zu den politischen Texten, die zur 7. Europäischen Ministerkonferenz über Massenmedien-Politk eingereicht wurden, einzuladen.

Vorweg betont die FAFCE, dass sie den vorgelegten Entwürfen weitgehend zustimmen kann. Die Anmerkungen der FAFCE beziehen sich auf die Vertiefung bzw. Erweiterung einiger Textpassagen:

1. Im Resolutionsentwurf 2, "kulturelle Verschiedenheit und Medienpluralismus in Zeiten der Globalisierung", wird in Punkt 5 nur davon gesprochen, die kulturelle und sprachliche Verschiedenheit in den Medien im Interesse des interkulturellen Dialoges zu erhalten und zu fördern. Die FAFCE betont, dass die kulturelle und sprachliche Verschiedenheit in den Medien auch im Interesse eines interreligiösen Dialoges bewahrt und gefördert werden sollte, denn die Geschichte dieses Kontinents hat oft genug gezeigt, dass Missverständnisse aus Unwissenheit vor dem anderen, vor seiner Kultur, aber auch vor seiner Religion, der Grund für kriegerische Auseinandersetzungen waren. Die Medien könnten einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, Ressentiments aus Unwissenheit abzubauen und den interreligiösen Dialog zu stärken.

2. Im Punkt 19 des Resolutionsentwurfes 2 wird von der Bedeutung der Versicherung von freien und universellen Zugang zu den Angeboten der öffentlich rechtlichen Sendeanstalten gesprochen. Die FAFCE möchte diese Bedeutung unterstreichen und zugleich darauf hinweisen, dass der Europarat alle Anstrengungen unternehmen sollte, um das Phänomen, des "digital gaps", des "digitalen Graben" in Europa zu überwinden. Information bedeutet Macht. Von neuen Informationstechnologien aus wirtschaftlichen Gründen ausgeschlossen zu sein, bedeutet für ganze Regionen, dass das Europa der zwei Geschwindigkeiten fortgeschrieben wird. Die FAFCE empfiehlt daher, ein Förderprogramm für Regionen, die bezüglich digitaler Entwicklung strukturell benachteiligt sind.

3. Im Resolutionsentwurf 3 beziehen sich die Punkte 16 und 17 auf die neuen Kommunikationsangebote und das Verhältnis zu Minderjährigen und Kindern. Die FAFCE wirft ein, dass Medien die Träger zwischenmenschlicher Kommunikation sind; ihnen kommt eine herausragende Bedeutung bei der Vermittlung von Wissen zu. Sie fördern den Austausch von Informationen und Meinungen. Sie helfen uns, andere Kulturen zu verstehen und von ihnen zu lernen. Die FAFCE verweist aber auch auf die Gefahren der Manipulation durch Einseitigkeit sowie der übertriebenen Konfrontation mit Gewaltdarstellung und eindeutig sexuellen Inhalten, die den Wert der Familie in Frage stellen und die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern gefährden. Die FAFCE fordert den Europarat auf, verstärkt die Mitgliedsländer anzuhalten, Mittel und Personal bereitzustellen, um eine effektive Medienaufsicht, insbesondere zum Schutz von Kindern und Jugendlichen in Europa, zu gewährleisten.

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