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Resolution der Föderation der Katholischen Familienverbände
in Europa zum Thema Bioethik
Die Föderation der Katholischen Familienverbände in Europa
(FAFCE) umfasst Organisationen in 11 Mitgliedsländern, welche die
Anliegen von Familien in diesen Ländern vertreten.
Die FAFCE setzt sich, gestützt auf ihre Satzung, besonders für
die Achtung und die Würde des Menschen sowie auf deren Weitergabe
in der Familie ein. Die FAFCE hat die in den einzelnen Staaten der EU
vor kurzem festgelegten oder noch laufenden gesetzgebenden Entwicklungen
überprüft.
In diesem Zusammenhang fordert die FAFCE gemäß den ethischen
und moralischen Grundsätzen, zu denen sie sich bekennt, die europäischen
Instanzen und die nationalen Parlamente mit Nachdruck dazu auf :
- jegliche Art von Klonen absolut zu verbieten und alle Rechts- oder
natürlichen Personen, die das Klonen weiterentwickeln oder dessen
Technik anwenden, mit aller Schärfe zu bestrafen.
- jegliche embryonale Stammzellenforschung einstellen zu lassen.
- alles daran zu setzen, die Herstellung überzähliger Embryonen
zu vermeiden, wie dies durch Klonen oder der Präimplantationsdiagnostik
der Fall wäre.
- die internationale Zusammenarbeit sowie die finanzielle und ärztliche
Hilfe zu Gunsten der Entwicklungsländer, die mit den schlimmsten
Epidemien zu kämpfen haben, fortzusetzen.
- alle öffentlichen Forschungsmittel auf das Potenzial der adulten
Stammzellen zu konzentrieren.
- allgemein anzuregen, die privaten Mittel auf die Erforschung des Potenzials
adulter Stammzellen umzuleiten.
Die FAFCE gibt zu bedenken, dass diese schwerwiegenden Fragen nicht nur
Wissenschaftler betreffen und die rapiden Fortschritte der wissenschaftlichen
Forschung im Bereich der Genetik alle nationalen und internationalen Instanzen
dazu leiten sollten, sich die grundsätzliche Frage des Status des
Embryos zu stellen.
Ein Vergleich der Ergebnisse der bis heute gemachten Forschungen mit
embryonalen Stammzellen und mit adulten Stammzellen, bei denen die Würde
des Menschen nicht tangiert wird, zeigt offensichtlich, dass die Forschung
an Letzteren mindestens genauso erfolgsversprechend verläuft wie
bei Ersteren.
Ergebnisse von Studien im Bereich der Stammzellenforschung zeigen, dass
eine auf Grund von adulten Stammzellen durchgeführte Therapie weniger
negative Nebeneffekte mit sich bringt als die Therapie mit embryonalen
Stammzellen.
Die Forschung zeigt, dass das sogenannte "therapeutische" mit
dem sogenannten "reproduktiven" Klonen, wesensgleich ist. In
beiden Fällen wird menschliches Leben erzeugt!
Die FAFCE weist darauf hin, dass die Präimplantationsdiagnostik
äußerst problematisch ist, da sie zu einem Embryonen-Selektionsverfahren
führt, d.h. zu Maßnahmen, die rechtlich und de facto eine Praxis
der Auslese nach genetischer Gesundheit bzw. Unauffälligkeit sowie
die Erzeugung von Kindern zulässt, die kranken Geschwistern Blut
oder Gewebe spenden könnten.
Selten diskutiert oder veröffentlicht wird in diesem Zusammenhang
die Bedeutung von finanziellen Interessen. Die FAFCE verweist auf die
Kosten dieser Forschungen, die die Verantwortlichen veranlassen, Forschungen
mit menschlichen Embryonen durchzuführen, die ihnen durch die Verbreitung
neuer medizinischer Reproduktionstechniken in großem Ausmaß
zur Verfügung stehen.
Schließlich weist die FAFCE auf die Gefahren für die gesamte
Menschheit hin, die sich aus
- einer "Verzweckung" des Embryos,
- einem Totalverlust des Abstammungsbegriffs, das ein grundsätzliches
anthropolo-gisches Merkmal für den Aufbau jeder menschlichen Person
ist,
- der Negierung des "Status Mensch" für die aus einem
Klonverfahren stammenden Individuen,
- der Aufbewahrung eines Embryonenvorrats zu Gunsten der Reichsten,
die sich hochentwickelte therapeutische Experimente leisten können,
- der Entwicklung des Handels mit weiblichen Eizellen und menschlichen
Embryonen bei den Ärmsten,
ergeben.
Resolution
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